Hausschuhe
In den lexikalischen Datenerhebungen konnten 114 Nennungen ausgewertet werden, von denen 106 auf die drei Oberbegriffe Pantoffeln/Pantuffele, Schlappe und Schluffe entfallen.
Schluffe
Mit 69 von 114 Nennungen ist Schluffe die mit Abstand häufigste Bezeichnung für Hausschuhe im Erhebungsgebiet. Vereinzelt wurde auch die Pluralform Schluffen genannt; selten treten lautliche Varianten wie Schluppen auf.
Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt. Teilweise wird ein Zusammenhang mit dem Verb schlüpfen angenommen, das auf das einfache Hineinschlüpfen in die Schuhe verweist. Andere Deutungen führen Schluffe auf das mittelniederländische Verb sluffen zurück, das eine schleppende oder nachlässige Gehweise beschreibt.
Gebräuchlich ist im Erhebungsgebiet auch das Verb schluffen. Es bezeichnet eine schleifende, schleichende Gangart, bei der die Füße kaum angehoben werden. Diese Bedeutung passt gut zur lockeren Trageweise von Schluffen.
Pantoffeln/Pantuffele
Die Bezeichnungen Pantoffeln bzw. Pantuffele wurden 26 Mal genannt und sind im gesamten Erhebungsgebiet verbreitet. Das Wort geht spätestens auf das 15. Jahrhundert zurück und wurde aus dem gleichbedeutenden mittelfranzösischen pantoufle entlehnt (Duden 2007: 507).
Die ältere Wortgeschichte ist nicht abschließend geklärt. Vermutet werden entweder lautmalerische Ursprünge oder ein Zusammenhang mit Bezeichnungen für einfache Schuhformen (patin „Holzschuh, Pantine“ oder mgriech. *pantóphellos „Korkschuh“, Pfeifer 2003: 967). Unabhängig davon handelt es sich um eine überregional bekannte und standardnahe Bezeichnung für Hausschuhe.
Schlappe(n)
Die Variante Schlappe (bzw. Schlappen) wurde 11 Mal genannt. Sie steht in Verbindung mit dem Adjektiv schlapp bzw. schlaff und verweist auf die weiche, formlose Beschaffenheit von Hausschuhen.
Quellen:
Duden (2007) = Dudenredaktion (Hg.) (2007): Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. 4., neu bearb. Aufl. Mannheim/Zürich: Dudenverlag (=Duden, 7).
Pfeifer, Wolfgang (2003): Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Erarbeitet unter der Leitung von W. Pf. 6. Aufl. München: dtv.